ASF Frankfurt

Rechtlosigkeit von Frauen in Privathaushalten weltweit beenden – Die Chance nutzen

Bundespolitik

Resolution der Jusos und der ASF
Auf der 99. Tagung (2010) der Internationalen Arbeitskonferenz (ILC International Labour Conference) wurde beschlossen, in diesem Jahr auf der 100. Sitzung der ILC (1. bis 17 Juni 2011 in Genf) über den "Entwurf eines Übereinkommens über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte" abzustimmen.

Inzwischen sind zu einem Entwurf der Konventionen Kommentare und Änderungsvorschläge eingegangen, die im sogenannten "blue report" zusammengestellt sind, der Verhandlungsgrundlage sein wird. Bemerkenswert ist, dass sich insgesamt 81 Regierungen zu Wort gemeldet haben, darunter 37 europäische Regierungen. Deutschland hat sich bisher nicht beteiligt.

Sollte es zu einer Konvention kommen, wird dies ein Durchbruch für die weltweit etwa 100 Millionen weiblichen Hausangestellten. Sie arbeiten größtenteils in einem Bereich ohne jegliche staatliche Regulierung. Der private Haushalt ist ein rechtsfreier Raum. Die Frauen haben größtenteils weder eine soziale Absicherung, noch elementare Rechte. Wegen ihrer isolierten Lage ist es für die Hausangestellten besonders schwer, sich zu organisieren und sichtbar zu werden. Wenn die Konvention nicht gelingt, bleibt ihre Arbeit auch weiterhin international nicht anerkannt. Sie werden über keinerlei Druckmittel verfügen, mit dem sie in ihrem eigenen Land agieren können, um ihre Arbeitssituation zu verbessern.

Die Jusos und die ASF fordern die Bundesregierung auf:

sich an dem Verfahren zur Konvention zu beteiligen
sich dafür einzusetzen, dass die Konvention von möglichst vielen Staaten unterzeichnet wird
einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland einzuführen

 
 
 

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