ASF Frankfurt

Offener Brief an die Menschenrechtskomission

Außenpolitik

Dieser Brief ist an alle Freiheits- und Friedensliebende Menschen, die gegen jegliche Gewalt an Menschen sind, gerichtet. Mit der Forderung, uns in unserem Kampf gegen die Ausübung der Gewalt an Frauen in Afghanistan anzuschließen, sich für die Verfolgung der kriminellen Elemente und für die Unterstützung der Gewaltopfer zu solidarisieren.

Der jüngste Vorfall hat uns bewegt dringend auf die Zustände in Afghanistan aufmerksam zu machen. In der Stadt Herat in Nord-West- Afghanistan hat in der Freitagnacht 13.12.2013 gegen 1.00 Uhr Ortszeit ein drogenabhängiger Mann seine junge Ehefrau (Satara, 23 Jahre alt und Mutter von vier Töchtern, die älteste bereits 12 Jahre) in grausamer Art und Weise verstümmelt. Er hat seiner Ehefrau Nase und Lippen abgeschnitten, nachdem er sie mit einem Steinschlag auf den Kopf bewusstlos geschlagen hatte. Anlass dazu war, da sie verweigert hatte ihm Geld für seine Drogen zu geben.
Die Mutter von Satara verlangt von Menschenrechtsorganisationen der Sache gründlich nachzugehen. Maleka Rasuli, die Verantwortliche für Frauenrechte in der Menschenrechtskommission in Herat, sagt, dass so lange Kriminelle nach einer derart grausamen Tat keine ernsthaften Konsequenzen erwarten müssen, die Lage sich nicht ändern wird. Vor einer Woche hatten sich zwei Frauen aus Verzweiflung selbst erhängt, andere haben sich zuvor bei lebendigem Laib verbrannt, weil sie die Gewalt von Männern gegen sich nicht mehr länger aushalten konnten.

Das sind leider keine Einzelfälle. Afghanistan ist das Land mit der größten Gewaltrate gegen Frauen. Die Menschenrechtskommission in Afghanistan hat bekannt gegeben, dass die Gewalt gegen Frauen in Afghanistan im ersten Halbjahr 2013 um 25% zugenommen hat. Natürlich ist das die offiziell-registrierte Zahl: Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.
Hamed Karzai, Präsident von Afghanistan, hat vor vier Jahren das Gesetz gegen Gewalt an Frauen in bestimmten Fällen als strafbar bezeichnet. Aber die afghanische Menschenrechtskommission lässt bedenken, dass das Gesetz sehr zögerlich durchgesetzt wird.

• Lasst uns diese kriminelle Taten nicht als selbstverständlich und normal betrachten und weiterhin weg schauen.

• Lasst uns einig sein gegen alle menschenunwürdigen Taten und Menschenrechtsverletzungen überall, auch in Afghanistan.

• Lasst uns mit allen Gewaltopfern der Welt solidarisieren und uns für ihre Rechte einsetzen.

• Es lebe die Menschenwürde, die Menschenrechte und die Gerechtigkeit.

Wir fordern die Menschenrechtskommissionen hier in Deutschland und in Straßburg auf sich mit derartigen Schandtaten, die gegen die Menschenrechte und Menschenwürde sind, zu befassen und auf die afghanische Regierung und auf die zuständige Menschenrechtskommissionen vor Ort Druck auszuüben, damit solche Vorkommnisse sich nicht mehr wiederholen.
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